Richtig Schreiben  

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Tamriko
(@tamriko)
HTC Hero
Beigetreten: vor 9 Monaten 
Beiträge: 879
20.12.2018 13:16  

Hallo ihr lieben,

Nun möchte ich gerne auf ein Thema zu sprechen kommen, was mir sehr, sehr wichtig ist.

Auch hier habe ich mich wochenlang davor gedrückt dies zu schreiben, da ich wahrscheinlich die letze Person bin, die da den erhobenen Zeigefinger schwingen sollte.

Schon vor Wochen hat sich hier in der Community, bzw. in den Diskussionen, um die Community etwas abgezeichnet.

Worüber sollte man hier alles schreiben können?

Einige von uns hier stehen in sehr regen Kontakt mit Mitarbeitern von HTC (nahezu täglich), einige sind zudem auch Blogger und verfassen selbst journalistische Texte, somit könnten Kommentare und Beiträge durchaus falsch gedeutet werden.

Unter den Early Adoptern der Community, kam einmal das Thema "kommendes HTC Gerät" sowie diverse Gerüchte auf. Als eine Verlinkung zu einem Beitrag von Sascha hier im Forum geteilt wurde, kam dann die Frage "Ist den die Seite vertrauenswürdig?"
Spoiler Alert: Ja, ist sie!

First things first:

Journalismus bezeichnet die periodisch publizistische Arbeit von Journalisten bei der Presse, in Online-Medien oder im Rundfunk mit dem Ziel, Öffentlichkeit herzustellen. (Quelle: Wikipedia)

Ich weiß, niemand sollte Wikipedia zitieren, das ist absolut kein vernünftiges, akademisches Arbeiten. Schande über mein Haupt.

Was macht einen Journalisten aus?

Journalist ist kein geschützter Begriff. Ein jeder der journalistische Texte verfasst, kann sich demzufolge Journalist nennen. Es ist keine explizit der Ausbildung oder ein Studium dafür notwendig.

Jetzt da sich seit gestern mit der Causa Relotius, die Welt des Journalismus aufgetan hat und sich die Frage stellt, ob nicht alles Fake News ist,...

... was macht Journalismus aus?

Ereignisse und Beiträge sollten wahrheitsgemäß wiedergegeben werden, um die Öffentlichkeit über das aktuelle Zeitgeschehen zu informieren.

Schwammiger Ereignisse und Floskeln sollten von Journalisten interpretiert und hinterfragt werden, um der Wahrheitsfindung zu dienen.

Ressentiment und Prodaganda sollte niemals Bestandteil von Journalismus sein.

Genau so wenig frei erfundene Beiträge, nur um etwas geschrieben zu haben und Gerüchte zu schüren.

Was genau hat es aber jetzt mit der Community zu tun?

Ich sehe uns als Community in der Verantwortung, kritische Beiträge und unverfälschte Texte und echte Probleme anzusprechen, um konstruktives Feedback zu geben.

Da heutzutage im Journalismus leider nicht so gründlich recherchiert wird und einige Texte ungeprüft übernommen werden, ohne die Vertrauenswürdigkeit zu prüfen, finde ich es katastrophal, wenn ein hier verfasster Beitrag, als offizielles Statement verstanden wird, weil einige von uns, in so einem engen Kontakt zu htc Mitarbeitern stehen.

Ich will diese Community gerne als Forum sehen, in der Fans frei und unzensiert über alle relevanten Themen sprechen und nicht als PR Maschinerie.

Ich würde hier ungern böse Gerüchte sehen, die nur auf Clickbait aus sind und unserer Vertrauenswürdigkeit schaden.

Daher würde ich uns alle bitten, darauf zu achten, richtig zu schreiben.

Das Thema wurde am vor 7 Monaten  2 times von Tamriko bearbeitet

Fabian Nappenbach: "Was du bist auch ehemaliger Linkshänder. Das erklärt so einiges." 😂


Bendetta, SmartphoneGuru und ElDiablo zugestimmt
AntwortenZitat
SmartphoneGuru
(@smartphoneguru)
HTC Hero
Beigetreten: vor 9 Monaten 
Beiträge: 564
20.12.2018 13:58  

vielen Dank erstmal für diese offenen Worte, denn Du sprichst mir an vielen Stellen aus der Seele, auch wenn ich mal versuchen möchte - insbesondere Deinen letzten Absatz - noch ein wenig zu differenzieren.

 
Veröffentlicht von: Tamriko

... was macht Journalismus aus?

Ereignisse und Beiträge sollten wahrheitsgemäß wiedergegeben werden, um die Öffentlichkeit über das aktuelle Zeitgeschehen zu informieren.

Schwammiger Ereignisse und Floskeln sollten von Journalisten interpretiert und hinterfragt werden, um der Wahrheitsfindung zu dienen.

Ressentiment und Prodaganda sollte niemals Bestandteil von Journalismus sein.

Genau so wenig frei erfundene Beiträge, nur um etwas geschrieben zu haben und Gerüchte zu schüren.

Ja, was macht guten Journalismus aus?

Guter Journalismus unterscheided zunächst einmal zwischen verschiedenen Möglichkeiten der Veröffentlichung. Dabei ist aus meiner Sicht bei Artikeln stets darauf zu achten, dass sie wahrheitsgemäß die Fakten wiedergeben, sie aber obendrein auch in den richtigen Rahmen einordnen, anstatt - wie es inzwischen oft passiert - aus dem Zusammenhang gerissen zu werden, und Leser dadurch (bewusst, oder unbewusst) in die Irre zu führen. Kommentare hingegen, wenn sie denn deutlich als solche gekennzeichnet sind, haben ja den Sinn die Meinung ihrer/s Autorin/s mit einfließen zu lassen, so dass an dieser Stelle Interpretationen durchaus erlaubt sind, wenn sie auch als solche kenntlich gemacht werden sollten.

Was genau hat es aber jetzt mit der Community zu tun?

Ich sehe uns als Community in der Verantwortung, kritische Beiträge und unverfälschte Texte und echte Probleme anzusprechen, um konstruktives Feedback zu geben.

Da heutzutage im Journalismus leider nicht so gründlich recherchiert wird und einige Texte ungeprüft übernommen werden, ohne die Vertrauenswürdigkeit zu prüfen, finde ich es katastrophal, wenn ein hier verfasster Beitrag, als offizielles Statement verstanden wird, weil einige von uns, in so einem engen Kontakt zu htc Mitarbeitern stehen.

Ich will diese Community gerne als Forum sehen, in der Fans frei und unzensiert über alle relevanten Themen sprechen und nicht als PR Maschinerie.

Ich würde hier ungern böse Gerüchte sehen, die nur auf Clickbait aus sind und unserer Vertrauenswürdigkeit schaden.

Daher würde ich uns alle bitten, darauf zu achten, richtig zu schreiben.

Für die Community sehe ich das, wie oben bereits angedeutet, noch ein wenig differenzierter. Es gibt die

Mitglieder der Community,

die entsprechend auch schreiben sollten, was sie denken. Nur so können andere ja auch darauf eingehen. Auch Kritik ist durchaus angebracht, sollte aber von jedem einzelnen in konstruktiver Art und Weise angebracht werden. Ein reines Bashing, ohne Lösungsideen geschieht meiner Erfahrung nach immer nur des Bashin und Schlechtreden wegen, während die Schreiber solcher BEiträge nur wenig an einer wirklichen Lösung interessiert sind.

Dann gibt es da uns, die

Moderatoren, Heros, und Early Adopter der Community.

Wir sind Helfer und Ratgeber, geben dem Forum und den hier geposteten Beiträgen im Zweifel ein wenig mehr Struktur, und unterstützen andere Mitgleider bei all Ihren Fragen, Problemen und sonstigen Anliegen in BEzug auf HTC und Android. ABER - und so verstehe ich mich auch persönlich, und bin absolut stolz darauf, dabei sein zu dürfen - wir sind auch Markenbotschafter. Nicht nur hier, sondern auch in anderen Foren, Boards, und als Kommentatoren unter Artikeln diverser Onlinemedien.

Last but not least gibt es dann noch unsere vielen fleißigen

Admins und HTC Mitarbeiter,

welche die Community Mitglieder UND uns unterstützen, und zugleich im Namen von HTC DACh als solches sprechen und schreiben.

 

Man sieht also, dass das Thema sehr facettenreich ist. Zentral ist jedoch immer, dass eine Kritik sicher immer gerne gesehen, und auch ein Zweck dieser Community ist: den HTC Freunden und Fans eine Möglichkeit zu geben Kritik (positiv, wie negativ) zu äußern. Nur aus meiner persönlichen Warte heraus, würde ich sagen, dass wenn negativ bitte mit konstruktiven Ideen.

PHONE: HTC U12+ (imedugl) - Android 8.0.0 - HTC Sense 10 - 1.53.401.5
WATCH: Fossil Sport - Android 8.1.0 - Wear OS 2.6
TABLET: Huawei MediaPad M5 10.8 Pro - Android 9 - EMUI 9.0 - CMR-AL19 9.0.1.182(C432E3R1P3)
------------------------------------------------------------------------------------------------
† Legend, Desire, Sensation, One X, One (m7), One M8, One M9, 10, U11, U Play | HTC Flyer, Huawei MediaPad M2 10.1 Premium | Motorola Moto 360 (2nd Gen.) †


Tamriko zugestimmt
AntwortenZitat
Tamriko
(@tamriko)
HTC Hero
Beigetreten: vor 9 Monaten 
Beiträge: 879
20.12.2018 14:25  
Veröffentlicht von: SmartphoneGuru

vielen Dank erstmal für diese offenen Worte, denn Du sprichst mir an vielen Stellen aus der Seele, auch wenn ich mal versuchen möchte - insbesondere Deinen letzten Absatz - noch ein wenig zu differenzieren.

 

Ja, was macht guten Journalismus aus?

Guter Journalismus unterscheided zunächst einmal zwischen verschiedenen Möglichkeiten der Veröffentlichung. Dabei ist aus meiner Sicht bei Artikeln stets darauf zu achten, dass sie wahrheitsgemäß die Fakten wiedergeben, sie aber obendrein auch in den richtigen Rahmen einordnen, anstatt - wie es inzwischen oft passiert - aus dem Zusammenhang gerissen zu werden, und Leser dadurch (bewusst, oder unbewusst) in die Irre zu führen. Kommentare hingegen, wenn sie denn deutlich als solche gekennzeichnet sind, haben ja den Sinn die Meinung ihrer/s Autorin/s mit einfließen zu lassen, so dass an dieser Stelle Interpretationen durchaus erlaubt sind, wenn sie auch als solche kenntlich gemacht werden sollten.

 

Für die Community sehe ich das, wie oben bereits angedeutet, noch ein wenig differenzierter. Es gibt die

Mitglieder der Community,

die entsprechend auch schreiben sollten, was sie denken. Nur so können andere ja auch darauf eingehen. Auch Kritik ist durchaus angebracht, sollte aber von jedem einzelnen in konstruktiver Art und Weise angebracht werden. Ein reines Bashing, ohne Lösungsideen geschieht meiner Erfahrung nach immer nur des Bashin und Schlechtreden wegen, während die Schreiber solcher BEiträge nur wenig an einer wirklichen Lösung interessiert sind.

Dann gibt es da uns, die

Moderatoren, Heros, und Early Adopter der Community.

Wir sind Helfer und Ratgeber, geben dem Forum und den hier geposteten Beiträgen im Zweifel ein wenig mehr Struktur, und unterstützen andere Mitgleider bei all Ihren Fragen, Problemen und sonstigen Anliegen in BEzug auf HTC und Android. ABER - und so verstehe ich mich auch persönlich, und bin absolut stolz darauf, dabei sein zu dürfen - wir sind auch Markenbotschafter. Nicht nur hier, sondern auch in anderen Foren, Boards, und als Kommentatoren unter Artikeln diverser Onlinemedien.

Last but not least gibt es dann noch unsere vielen fleißigen

Admins und HTC Mitarbeiter,

welche die Community Mitglieder UND uns unterstützen, und zugleich im Namen von HTC DACh als solches sprechen und schreiben.

 

Man sieht also, dass das Thema sehr facettenreich ist. Zentral ist jedoch immer, dass eine Kritik sicher immer gerne gesehen, und auch ein Zweck dieser Community ist: den HTC Freunden und Fans eine Möglichkeit zu geben Kritik (positiv, wie negativ) zu äußern. Nur aus meiner persönlichen Warte heraus, würde ich sagen, dass wenn negativ bitte mit konstruktiven Ideen.

Natürlich gibt es im Journalismus diverse Stilmittel und auch Kommentare und Meinungsbeitrage sind ein wichtiger Bestandteil des journalistischen Schreibens. Was ich mir aber wünschen würde ist, dass diese Stilmittel schon beim Verfassen, klar als solche gekennzeichnet werden.

Mein Text ist im Nachhinein auch dahingehend falsch zu deuten, dass ich eine Vorzensur will, um "keine Zensur" vorzutäuschen. Dem ist definiv nicht so. 

Ein jeder soll hier schreiben, was ihn bewegt, doch gerade, wenn Texte stilistisch so geschrieben wurden, dass ein Leser, den Irrglauben aufspringen könnte, es sei ein Bericht, ist sicher zu stellen, dass es nur ein Meinungsbeitrag ist.

Und ja gerade wir Heroes und Moderatoren, die wir denn als Markenbotschafter gesehen werden, sollten klar kennzeichnen, was unsere Meinung ist, was wir sicher wissen und kommunizieren können und was nur Thesen sind, die man sich aus Fragmenten der Wahrheit zusammen gebaut hat und nicht der Wahrheit entsprechen müssen.

Meine Mutter und alle, die mich (damals in einen anderen Leben) zum Journalismus gebracht haben, werden von meinen obigen Text ungemein enttäuscht sein. Zumal ich den Beruf sehr sehr vereinfacht dargestellt habe und nicht so facettenreich, wie dieser tatsächlich ist.

Ich will nur, dass wie uns bewusst sind, was wir schreiben und welche Auswirklungen wir damit erzielen. 

Dieser Post wurde am vor 7 Monaten  von Tamriko bearbeitet

Fabian Nappenbach: "Was du bist auch ehemaliger Linkshänder. Das erklärt so einiges." 😂


AntwortenZitat
Tamriko
(@tamriko)
HTC Hero
Beigetreten: vor 9 Monaten 
Beiträge: 879
25.05.2019 09:25  

Die Causa Relotius ist nun aufgearbeitet. 

https://t.co/Tes8i9OscM

Was mich aber auch über die letzten Tage in Bezug auf "richtig schreiben" beschäftigt hat, war der mediale Umgang mit dem Rezo Video.

Erst seit gestern gibt es zwei, drei Texte, die ich tatsächlich lesenswert halte. Davor waren es nur bellende Hunde, die einen jungen Mann diskreditieren wollten, nur weil er nicht journalistisch korrekt gewesen sein soll.

Die Artikel und Faktenchecks, die aber von Politik und Medien geliefert wurden, waren aber selbst fern ab von sauber recherchiert und journalistisch korrekt.

Was mir sehr gefallen hat ist der Beitrag

https://m.haz.de/amp/news/Nachrichten/Medien/Uebersicht/Warum-das-Rezo-Video-voellig-legitim-ist-Sieben-Thesen?__twitter_impression=true

Und auch ein Beitrag des Tagesspiegels

https://amp.tagesspiegel.de/kultur/youtuber-rezo-jede-politik-kriegt-das-jugendliche-grossmaul-das-sie-verdient/24380106.html?__twitter_impression=true

Dieser Post wurde am vor 2 Monaten  von Tamriko bearbeitet

Fabian Nappenbach: "Was du bist auch ehemaliger Linkshänder. Das erklärt so einiges." 😂


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Basti
(@basti)
Admin
Beigetreten: vor 9 Monaten 
Beiträge: 251
27.05.2019 08:50  

Es hat halt leider gezeigt, wie politische Diskussionen mittlerweile leider geführt werden. Erst mal verurteilen, und dann darüber nachdenken. Das ist allerdings nicht nur in Deutschland ein Problem, sondern praktisch überall. Ich war lange Zeit in jeglicher Hinsicht so und hab mir lieber gleich erst mal eine eigene Meinung gebildet, und dann über die Argumente des gegenüber vielleicht mal nachgedacht. Nur leider kommt man damit nicht weit. Eine große Rolle spielt hier natürlich auch die oft beschriebene Blase. Gewisse Medien regen sich direkt über ein solches Video auf. Auch die Reaktion der CDU war nicht gerade gut. Nicht nur, was die Art und Weise angeht, sondern auch inhaltlich. Leider hat man sich größtenteils darauf beschränkt, Argumente widerlegen zu wollen. Im Rahmen des Wahlkampfs vielleicht etwas nachvollziehbar, ich hätte mir aber gewünscht, dass man einfach mal den Mut gehabt hätte, klare Probleme auch als solche zuzugestehen.


AntwortenZitat
Tamriko
(@tamriko)
HTC Hero
Beigetreten: vor 9 Monaten 
Beiträge: 879
30.05.2019 20:26  

Ich finde was das ganze gezeigt hat ist, dass sowohl Politik als auch der Journalisten so in ihrer Eitelkeit und Hoheit bloss gestellt wurden, dass sie keine Diskussion zugelassen haben. 

Würde man die Ansprüche der sauberen Recherche, aber auch der einseitigen Berichterstattung an sich und den eigenen Kollegen stellen, wäre ggf tatsächlich eine Verbesserung möglich. 

Die meisten Politiker geben noch nicht mal Quellenangabe zu ihren Behauptungen und wollen, dass man deren Aussagen, ohne zu hinterfragen, als absolute Wahrheit hinnehmen soll.

Journalisten sind nicht sehr viel besser. Sie sollten zwar Meinungen klar als solche Kennzeichen, tun es aber nicht. Gerade wenn Wahlen anstehen, fahren so viele Verlangshäuser Kampagnen für eine bestimmte Partei. Politiker bekommen ihre eigenen Kolumnen, einige werden auf Schritt und Tritt begleitet und glorifiziert und alle anderen werden als das absolute Böse dargestellt. Jeder Fehler wird so lange breitgetreten, bis jeder auf den Zug aufgesprungen ist.

Das meiste was an Kritik geäußert wurde, wird von keinem oder kaum einen Politiker oder Journalisten selbst richtig gemacht.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass man in Zukunft wirklich alles was von der Obrigkeit kommt und den Medien, wirklich mit Fakten untermauern und mit Quellen belegt ist. 

Fabian Nappenbach: "Was du bist auch ehemaliger Linkshänder. Das erklärt so einiges." 😂


AntwortenZitat
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