E-Scooter und Co.: Fluch oder Segen?  

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Basti
(@basti)
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17.04.2019 15:53  

Großstädte sind überfüllt, wer im Berufsverkehr noch mit dem Auto unter 1 Stunde Verspätung hat, hat wohl Glück 😀

E-Scooter sind in anderen Ländern, vor allem den USA, schon länger unterwegs und gehören manchmal schon ganz normal zum Stadtbild. In Deutschland bzw. der EU hat man sich mit den neuen Gefährten noch etwas schwer getan, schließlich müssen sie reguliert werden. Nun ist vor gut einem Monat aber endlich ein entsprechender Gesetzesentwurf von Verkehrsminister Scheuer unterzeichnet worden, bestätigt werden muss er aber noch vom Bundesrat. Experten gehen aber stark davon aus, dass das Ganze nur noch formsache ist.

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Die Kleinstfahrzeuge wie Scooter und Hoverboards dürfen dann auf Radwegen, und sollte keiner vorhanden sein, auf der Straße fahren. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit beträgt 20 km/h, da so keine Helmpflicht bestehen muss. Ich bin jeden Tag gut 8 km zur Arbeit unterwegs, Luftlinie wohlgemerkt. Das Fahrrad ist hier eine gute Option, aber ein solcher E-Scooter würde mich auch für diesen Weg sehr reizen. Ein bisschen an der frischen Luft, aber man kommt eben auch nicht verschwitzt ins Büro, perfekt!

Viel wurde schon diskutiert, kann das gut gehen? Wird es mehr Unfälle geben? Warum gibt es keine Helmpflicht? Werden unsere Straßen in Städten jetzt nicht noch voller, als sie es ohnehin schon sind?

Ich finde die Idee der E-Scooter genial. Eine schnellere und einfachere Möglichkeit, sich von A nach B zu bewegen, gibt es wohl fast nicht. Ich kann den Scooter praktisch überall mit hin nehmen, das ist mit einem Fahrrad z.B. nicht immer ohne Weiteres möglich. Und trotzdem bin ich zügig unterwegs, und dank recht großer Reifen auch auf so gut wie jedem Terrain.

Wie seht ihr das? Glaubt ihr, dass sich diese neuen Gefährte auch auf deutschen Straßen breit machen werden?


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Tamriko
(@tamriko)
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17.04.2019 21:54  

Die Infrastruktur fehlt. Ich glaube schon, dass dies eine tolle Sache sein kann, aber dafür müssen erstmal die Straßen her. 

Zudem muss Deutschland lernen keine Autonation mehr zu sein. Aber da es Teil der Identität ist, wird es sehr lange lernresistent bleiben. 

Man muss auch gucken das Energieverbrauch und die Förderung der Batterien nicht zu Lasten der Umwelt gehen. Sonst werden sich die größten Umweltsünder zu Aktivisten aufspielen nur um dagegen zu sein und sich nicht von ihrem SUV verabschieden. 

Fabian Nappenbach: "Was du bist auch ehemaliger Linkshänder. Das erklärt so einiges." 😂


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Alex
 Alex
(@alex)
Moderator
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Beiträge: 215
18.04.2019 06:24  

Ich glaube der große Vorteil bei E-Scootern ist, dass es keine extra Infrastruktur braucht!

Die Teile sind bauartbedingt klein und leicht und haben damit einen großen Vorteil dem Rad gegenüber: Sie sind die optimale Ergänzung zum ÖPNV!!

Ich habe es zum Beispiel rd.28 km zur Arbeit. Die Strecke fahre ich gerne mal mit meinem Pedelec. Da brauche ca ne Stunde und fahre wunderbare Wege entlang des Rheins. Ich tue was für die Gesundheit, für die Umwelt und komme auch nicht verschwitzt im Büro an. Soweit so gut.

Allerdings bin ich bekennender Schönwetterfahrer. Bei unsicherer Wetterlage würde ich auch gerne mal die Bahn nehmen, allerdings muss ich ja zum Bahnhof hin und wieder zurück.

Da wäre das Rad ideal - nur lasse ich

a) mein Rad nicht am Bahnhof stehen,

b) schleppe ich das nicht die Treppen hoch und runter am Bahnhof und

c) werde ich mich nicht mit großen Trekking Rad in eine RB am Morgen quetschen. Solche Leute hasse ich selber....

Hier kommt dann der Scooter ins Spiel: Perfekt für die Strecken zum und vom Bahnhof. Leicht und kompakt im Zug, Kein Extra-Fahrschein nötig. Stell ich im Büro in die Ecke und kann ihn da laden und brauche keine speziellen Ladesäulen.

Von daher finde ich den Gedanken ziemlich spannend.

Alle anderen Fragen nach Helm etc. muss jeder selber für sich beantworten, solange es keine gesetzlichen Regelungen gibt. Das finde ich auch nicht schlimm. Die Menschen dürfen ruhig mal ihr Gehirn benutzen. Dank zahlloser Assistenzsysteme im Auto und Zuhause dürften da ja ausreichend Kapazitäten frei sein...

Die Akkuproblematik bei den Dingern ist sicherlich nicht aus den Augen zu lassen... Genau wie bei den (P)HEV Autos. Es ist sicherlich nicht sinnvoll im Hinblick aus die Ökobilanz neue oder neuwertige Fahrzeuge zu verschrotten und gegen (P)HEV´s auszutauschen.

Dennoch muss man auch hier keine schwarz-weiß Malerei wie beim Diesel betreiben: Jeder kann einen Beitrag zur Verbesserung der Ökobilanz beitragen. In Städten könnten es die (P)HEV´s sein. Oder die Scooter. Wenn ich bequem und schnell von und zum ÖPNV gelange und das Auto stehen bleibt - hat der Scooter seinen Zweck doch erfüllt!

Eine Anmerkung noch zum Argument der SUV: Die werden ja gerne immer als Synonym für Umweltzerstörung gesehen. Also ich habe so ein SUV und hatte vorher einen Peugeot 107, der mithin als Inbegriff für einen Kleinstwagen und Umweltfreundlichkeit steht. Ok, die 20.- Steuern im Jahr sind unschlagbar... Aber: Bei gleichem Fahrprofil (okay deutlich mehr Gelände/Offroad ist dazu gekommen), doppeltem Gewicht, Allrad, Automatik und doppelter Leistung verbraucht mein Jeep statt 5,5l Benzin (P107) nun 6,6l Diesel. Ich denke, die Zahlen sprechen für sich.

Was meiner Ansicht nach viel stärker die Ökobilanz trübt, ist die hohe Anzahl von Dienst- und Firmenwagen (mit Tankkarte) in Verbindung mit dem Nichtvorhandensein eines Tempolimits.

Diese Wagen werden schlichtweg über die Autobahnen geprügelt - ohne Sinn und Verstand. Alles um wertvolle Zehntelsekunden zu sparen. Wenn ein jeder hier selber für Verschleiß, Verbrauch und Werthaltigkeit verantwortlich wäre, würden sehr viele deutlich "sinniger" und umweltbewusster fahren.

Das als kurzer Einschub zum Thema SUV/Autofahrernation.

Ich bin gespannt auf die Scooter und könnte mir definitiv vorstellen so ein Teil zu kaufen!

 

Dieser Post wurde am vor 1 Monat  von Alex bearbeitet

Gruß Alex!

P. S.: Denkt an die Elektrolyte...!!!


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Tamriko
(@tamriko)
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18.04.2019 10:00  

Es war kein persönlicher Angriff und Deutschland ist doch 'ne Autonation. Mercedes, BMW, Audi, VW,... Ich glaube, die meisten Marken, die einem Laien einfallen, sind deutsch, die Ältesten sowieso.

Es ging mir auch garnicht darum, bestimmte Modelle zu verteufeln, sondern eher darum, was sich in den Medien und Social Media zu dem Thema abspielt.

Autofahrer fühlen sich benachteiligt, weil man sicherere Wege für Rad schaffen will. 

Die Porschadts der Nation verteufeln e-mobilität, wollen aber ohne Speedlimit durch die gegend brettern. Sicheres überholen ist schon zwischen Auto und Rad ne Seltenheit, wie soll es mit nem Scooter funktionieren? 

Und wenn man in ländlichen Gebiet wohnt, ist ein SUV sicher sinnvoller, als für Berliner, für die Spandau schon Ausland ist.

So viel kann man den Teufelsberg gar nicht hoch und runterfahren, um es zu rechtfertigen. Und die Dinger werden immer größer, wohingegen die Parkplätze nicht mehr werden, bzw weniger durch den Ausbau der Radwege. 

Und Geländewagen sind sicherlich nicht so gebaut, wie ein Trabi. Bei nem Unfall zwischen SUV und Scooter, ist es sicherlich irrelevant, ob man in Negligé und Helm oder mit Kleidung und ohne Helm gefahren ist. 

Dieser Post wurde am vor 1 Monat  von Tamriko bearbeitet

Fabian Nappenbach: "Was du bist auch ehemaliger Linkshänder. Das erklärt so einiges." 😂


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Basti
(@basti)
Admin
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Beiträge: 214
18.04.2019 10:46  

Ich unterscheide in jeder Hinsicht zwischen Stadt und Land. Autos müssen in Städten sozusagen abgebaut werden, denn schon jetzt ist alles verstopft. Ganz unabhängig von der Umweltbelastung sorgen Autos in Städten für massive Probleme, das ist einfach so. Wie ich schon an vielen anderen Stellen geschrieben habe, ich wohne mitten in Berlin und fahre jeden Tag gut 35 Min mit der U-Bahn, plus gut 15 Min. Fußweg. Ich bin bisher einmal mit dem Auto zum Büro gefahren, zwangsweise. Für die gleiche Strecke habe ich fast 1,5 Stunden gebraucht, ein Zufall war das sicher nicht.

So ein Roller finde ich super, aber ich glaube, dass vor allem die Autofahrer eine Zeit brauchen werden, bis sie sich daran auf den Straßen gewöhnt haben. Leider gilt es heute immer weniger, auf den anderen zu achten, leider, ich glaube wir müssen da viel mehr wieder hin. Die Dinger sind offiziell noch nicht mal zugelassen, da hat es gestern schon einen ziemlich schweren Unfall hier in Berlin gegeben:

https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/e-rollerfahrer-nach-unfall-in-klinik-dabei-sind-die-noch-gar-nicht-erlaubt


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Serhat
(@serhat)
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18.04.2019 11:38  

Ich denke Scooter sind eine gute Alternative. Keine Parkplatzsuche mehr. Kein Stau. Zum Beispiel brauche ich für meinen Arbeitsweg 20 Minuten mit dem Auto. Aber zur Spätschicht ca. 13 Uhr sind die Straßen so voll das ich auch manchmal 60 Minuten unterwegs bin. Dann muss ich auf der Arbeit erst noch einen Parkplatz finden...deshalb fahre ich mit Bus und Bahn zur Arbeit.


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Alex
 Alex
(@alex)
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Beiträge: 215
18.04.2019 12:02  
Veröffentlicht von: Tamriko

Es war kein persönlicher Angriff und Deutschland ist doch 'ne Autonation. Mercedes, BMW, Audi, VW,... Ich glaube, die meisten Marken, die einem Laien einfallen, sind deutsch, die Ältesten sowieso.

Es ging mir auch garnicht darum, bestimmte Modelle zu verteufeln, sondern eher darum, was sich in den Medien und Social Media zu dem Thema abspielt.

Autofahrer fühlen sich benachteiligt, weil man sicherere Wege für Rad schaffen will. 

Die Porschadts der Nation verteufeln e-mobilität, wollen aber ohne Speedlimit durch die gegend brettern. Sicheres überholen ist schon zwischen Auto und Rad ne Seltenheit, wie soll es mit nem Scooter funktionieren? 

Und wenn man in ländlichen Gebiet wohnt, ist ein SUV sicher sinnvoller, als für Berliner, für die Spandau schon Ausland ist.

So viel kann man den Teufelsberg gar nicht hoch und runterfahren, um es zu rechtfertigen. Und die Dinger werden immer größer, wohingegen die Parkplätze nicht mehr werden, bzw weniger durch den Ausbau der Radwege. 

Und Geländewagen sind sicherlich nicht so gebaut, wie ein Trabi. Bei nem Unfall zwischen SUV und Scooter, ist es sicherlich irrelevant, ob man in Negligé und Helm oder mit Kleidung und ohne Helm gefahren ist. 

Sehe das auch gar nicht als Angriff!

Es ist insgesamt eine komplexe Gemengelage. Allein das Thema "Rücksicht" und "Verkehrsraum"... Niemand will hier etwas aufgeben und zurück treten.

Leider ist zu beobachten, dass es immer rücksichtslosere und immer überfordertere Autofahrer gibt. Allerdings sehe ich ähnliches Potential (dann unter dem Denkmantel besser zu sein, da umweltfreundlicher) bei den Radfahrern... 
Leider scheint bei vielen nicht angekommen zu sein, dass sie die schwächeren Verkehrsteilnehmer sind. Weil ungeschützt. Und was bringt es recht zuhaben, wenn ich mich mit einem LKW beim Abbiegen duelliere als Radfahrer?

Es war schon immer so und gilt noch verstärkt heute: Man muss immer mit der Dummheit der anderen rechnen! Dann kann man das da draußen überleben... Auch wenn amn dann nicht immer sein Recht durchsetzen kann...

Auch mit den Rollern wird es so sein, dass es Unfälle gibt. Es geht nur über Rücksichtnahme.

Gruß Alex!

P. S.: Denkt an die Elektrolyte...!!!


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Alex
 Alex
(@alex)
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Beiträge: 215
18.04.2019 12:12  
Veröffentlicht von: Basti

Ich unterscheide in jeder Hinsicht zwischen Stadt und Land. Autos müssen in Städten sozusagen abgebaut werden, denn schon jetzt ist alles verstopft. Ganz unabhängig von der Umweltbelastung sorgen Autos in Städten für massive Probleme, das ist einfach so. Wie ich schon an vielen anderen Stellen geschrieben habe, ich wohne mitten in Berlin und fahre jeden Tag gut 35 Min mit der U-Bahn, plus gut 15 Min. Fußweg. Ich bin bisher einmal mit dem Auto zum Büro gefahren, zwangsweise. Für die gleiche Strecke habe ich fast 1,5 Stunden gebraucht, ein Zufall war das sicher nicht.

So ein Roller finde ich super, aber ich glaube, dass vor allem die Autofahrer eine Zeit brauchen werden, bis sie sich daran auf den Straßen gewöhnt haben. Leider gilt es heute immer weniger, auf den anderen zu achten, leider, ich glaube wir müssen da viel mehr wieder hin. Die Dinger sind offiziell noch nicht mal zugelassen, da hat es gestern schon einen ziemlich schweren Unfall hier in Berlin gegeben:

https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/e-rollerfahrer-nach-unfall-in-klinik-dabei-sind-die-noch-gar-nicht-erlaubt

Na ja... Es wird ja auch immer mehr aktiv auf diese Verstopfungen hingearbeitet. Ich sage nur Abschaffung der grünen Welle, Verengung der Straßen, Rückbau von Haltestellen in den fließenden Verkehr. Dazu kommt immer mehr Lieferverkehr und Individualverkehr und weniger Parkraum...

Hier wurden in der Vergangenheit oft Wege gewählt um den Autofahrer aktiv das Fahren zu verleiden. Das kommt nicht so gut an, zumal bei z.B. fließendem Verkehr auch der Schadstoffaussatoß viel geringer ist...

Aber seis drum. Der Platz wird weniger - das ist Fakt und es müssen andere bessere Lösungen her. Un die könne meinethalben auch nicht zugunsten des Autos ausfallen. 

 

Der Unfall mit dem Roller ist ein typisches Beispiel für die Sorglosigkeit oder besse Schexxegalmentalität vieler Verkehrsteilnehmer - insbesondere der "Schwächeren" wie Radfahrer, Rollerfahrer und Fußgänger.

Dabei ist das völlig unerheblich ob das Teil jetzt "zugelassen" war oder nicht. Hier steht ja die Regelung noch aus!

Folgender Absatz vorbehaltlich der inhaltlichen Richtigkeit des Artikels:

Der Typ ist schlichtweg bei Rot gefahren. Wer das in Berlin bewusst tut spielt mit seinem Leben. So einfach ist das leider. Mir tut der Smartfahrer mehr leid, der jetzt mit dem Umstand leben muss jemanden, der zu dumm oder ignorant war sich an die einfachsten Regeln zu halten, schwer verletzt zu haben.

Gruß Alex!

P. S.: Denkt an die Elektrolyte...!!!


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Basti
(@basti)
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18.04.2019 13:05  

Mir ging es gar nicht so sehr um die Bewertung des Unfalls bzw. ob die Zulassung hier eine Rolle gespielt hat. Dadurch, dass die Roller hoffentlich bald schon völlig legal unterwegs sind, werden es nur mehr. Ich hoffe, dass nicht das passiert, was eben viele Kritiker befürchten: Mehr Unfälle auf den Straßen. Ich sehe da allerdings keinen ganz so großen Unterschied zum Fahrrad, um ehrlich zu sein.

Die Lösung der Probleme in den Städten, kann nur eine sehr breit aufgestellte sein. Es wird nicht eine Lösung geben, sondern eine Kombi aus mehreren, anders kann ich mir das nicht vorstellen. Ich betone gerne erneut, ich liebe das Auto fahren und sehr hier auf Langstrecke auch erst mal keine wirklich allumfängliche Alternative. Aber im Stadtverkehr sollten wir irgendwann mal anfangen umzudenken. Dafür muss vor allem auch die Politik aber natürlich auch die Möglichkeiten schaffen. Aber hey, immerhin fahren die meisten nicht für die Kippenschachtel schon mit dem Auto 😀


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Alex
 Alex
(@alex)
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18.04.2019 13:48  

Die Bewertung mit der Zulassung impliziert ja eher der Titel des Artikels...

Aus Unfallsicht gebe ich Dir Recht: es wird sichfast auf Fahrrad Niveau einpendeln - insbesondere wenn hier Geschwindigkeiten von 20km/h im Raum stehen...

Auch bei einer möglichst breiten und vielschichtigen Lösung in den Städten bin ich voll bei Dir!!
Hier werden es die verschiedensten Maßnahmen sein, die eine Losung bringen. Und ich sehe da ganz besonders die E-Mobilität (Kfz/Rad/Roller) eine wichtige Rolle spielen. Neben den großen wegweisenden Konzepten.

 

Wo ich nicht ganz bei Dir bin ist die Alternative zum Langstreckenverkehr. Ich fahre bewusst seit gut zwei Jahren auf meinen Dienstreisen mit der Bahn und bin sehr positiv überrascht!! Ich finde die Bahn deutlich besser als ihren Ruf - zumindest auf der Langstrecke.

Was nicht klappt ist der Regionalverkehr. Zu schlechter Takt. Zu Unzuverlässig. Zu Teuer. Hier auf dem Land geht es tatsächlich nicht ohne Auto.

In Berlin ist man - Achtung nicht erschrecken - echt verwöhnt von der BVG!!!

Auf dem Land (auch im goldenen Westen!) reden wir von Taktzeiten wie 60 Minuten! 

Will ich zum Flughafen sind das rd 40km. Die Bahn fährt mich in gut ner Stunde dorthin und kostet mich one way knapp 12 Euro!!!

Da kann ich fast zwei Tage kreuz und quer durch Berlin fahren!!!

Was ich sagen will: Die Bahn sollte nicht als potentielles Börsenunternehmen gesehen werden sonder als ein Gut das allen nützt und deutlich günstiger werden muss - auch wenn es keinen Gewinn erwirtschaftet. 

Dieser Post wurde am vor 1 Monat  von Alex bearbeitet

Gruß Alex!

P. S.: Denkt an die Elektrolyte...!!!


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Tamriko
(@tamriko)
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18.04.2019 16:01  
Veröffentlicht von: Alex

Sehe das auch gar nicht als Angriff!

Es ist insgesamt eine komplexe Gemengelage. Allein das Thema "Rücksicht" und "Verkehrsraum"... Niemand will hier etwas aufgeben und zurück treten.

Leider ist zu beobachten, dass es immer rücksichtslosere und immer überfordertere Autofahrer gibt. Allerdings sehe ich ähnliches Potential (dann unter dem Denkmantel besser zu sein, da umweltfreundlicher) bei den Radfahrern... 
Leider scheint bei vielen nicht angekommen zu sein, dass sie die schwächeren Verkehrsteilnehmer sind. Weil ungeschützt. Und was bringt es recht zuhaben, wenn ich mich mit einem LKW beim Abbiegen duelliere als Radfahrer?

Es war schon immer so und gilt noch verstärkt heute: Man muss immer mit der Dummheit der anderen rechnen! Dann kann man das da draußen überleben... Auch wenn amn dann nicht immer sein Recht durchsetzen kann...

Auch mit den Rollern wird es so sein, dass es Unfälle gibt. Es geht nur über Rücksichtnahme.

Deswegen meine ich ja, dass die Infrastruktur stimmen muss, wenn die Radwege nicht ausgebaut sind, sind Radfahrer und Roller die LKWs des Bürgersteigs. 

Ich glaube weniger Autos in der Stadt wäre generell gut. Zum einem, weil dann die Fahrzeuge die wirklich durch die Stadt müssen (Polizei, Rettungsfahrzeuge,...) 

Fabian Nappenbach: "Was du bist auch ehemaliger Linkshänder. Das erklärt so einiges." 😂


Basti zugestimmt
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